Carmen Maja Antoni, Theater- und Filmschauspielerin, im Gespräch mit Magdalena Kemper

09-06-2024 (17:00 - 18:00)

https://www.youtube.com/watch?v=H6t8XK6ZR-s

„Die kleine große Kämpferin ist eine der ganz Großen des Theaters, des Films, des Spiels“, so hat  Christoph Hein sie schwärmerisch charakterisiert.
Carmen-Maja Antoni war 37 Jahre festes Mitglied des Berliner Ensembles, sie hat alle wichtigen  Brecht Rollen gespielt: die Grusche im Kaukasischen Kreidekreis ebenso wie ihre Paraderolle der  Mutter Courage.
In Film und Fernsehen ist sie bis heute präsent: es sind oft kleine Rollen, die sie mit Intensität präsentiert. Rollen, die sie einem breiten Publikum bekannt machten: die Bibliothekarin in der US Verfilmung „Der Vorleser“, die kauzige Schwester des Dorfpolizisten Krause, die nervige Schwiegermutter in der Krimiserie „Mord mit Aussicht“, oder die Leichenwäscherin in Michael Hanekes „Das weiße Band“. 

1945 in Berlin Adlershof geboren als Kind einer Allroundkünstlerin und eines Kunstmalers hat sie schon sehr früh mit ihren Auftritten im DDR Kinder-Fernsehen zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen: 11 Jahre war sie da alt.
Nach dem Abitur wurde sie noch während ihres Schauspielstudiums ans Potsdamer Hans-Otto Theater engagiert, später hat sie an der Volksbühne und schließlich am Berliner Ensemble u.a.mit den Regisseuren Benno Besson, Ruth Berghaus, Matthias Langhoff, Manfred   Wekwerth zusammen gearbeitet. Meist waren es die komische und groteske Rollen, die ihr Kritikerpreise bescherten.
Auch nach 1989 blieb Carmen-Maja Antoni dem Berliner Ensemble treu. Nun unter der Intendanz von Claus Peymann nahm ihre Alterskarriere nochmal richtig Fahrt auf.
Ihre Geschichten über die vielen Jahre im Theater und vor der Kamera mit all den eigenwilligen Regisseuren und liebgewonnenen Kolleginnen und Kollegen hat sie in ihrer Biografie „Im Leben gibt es keine Proben“ aufgeschrieben.

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