Erzählbar: Magdalena Kemper spricht mit Dagmar Reim, ehem. Intendantin des rbb

08-11-2020 (17:00)

Als Dagmar Reim 2003 an die Spitze des rbb gewählt wurde, war das eine wirkliche Sensation: Sie war die erste Intendantin der ARD. Niemand hatte das erwartet – auch sie nicht. Vorangegangen waren Stationen im Hörfunk des Bayerischen, Westdeutschen und des Norddeutschen Rundfunks.

Die Aufgabe, die Dagmar Reim nun zu bewältigen hatte, stellte für die Journalistin eher eine komplizierte Geburtshilfe dar: Die Zusammenführung von Ost (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) und West (Sender Freies Berlin) nannte sie später eine „lustvolle Mission“. 

Weniger lustig waren die dramatischen Sparmaßnahmen, die sie durchsetzen musste, vor allem die Abwicklung des Programms „multikulti“.
Mein Florett ist die Sprache“ sagte sie einmal und handelte entsprechend. Dagmar Reim hat immer für die politische Unabhängigkeit des Senders gekämpft, ebenso leidenschaftlich wie für die Förderung von Frauen. Nirgendwo in der ARD gibt es in Leitungspositionen so viele Frauen: über 40 Prozent. Sie selbst hat das „familiäre Matriarchat“, in dem sie als Kind in Südhessen aufwuchs, in allerbester Erinnerung.

Nach 13 Jahren beendetet sie 2016 auf eignen Wunsch aus privaten Gründen ihre 3. Amtszeit beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

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