Erzählbar: Christoph Links (Verleger, Herausgeber, Autor) im Gespräch mit Axel Haase

08-09-2019 (17:00)

Als er im Dezember 1989 einen der ersten Privatverlage in der in den letzten Zügen liegenden DDR gründete, berichtete über diesen in seinen bürokratischen Abläufen damals noch sehr abenteuerlichen Vorgang die Süddeutsche Zeitungausführlich. Das Rüstzeug für diesen Schritt hatte Christoph Links, 1954 in Caputh bei Potsdam geboren, sich in den drei Jahren zuvor als Assistent der Geschäftsleitung des Aufbau-Verlagserworben. Und damit schließt sich gewissermaßen ein Kreis, denn seit dem Jahresende 2018 befindet sich der Ch. Links Verlag unter dem Dach des Aufbau Verlags, wenn auch weiterhin unter der programmatischen Führung des Alt-Verlegers.
Was die Jahre dazwischen für ihn gefüllt hat, was sich in der Verlagslandschaft geändert hat –vor allem in Hinsicht auf die alten, oftmals heute nicht mehr existierenden DDR-Verlage, denen die im eigenen Verlag erschienene Dissertation von Christoph Links galt -, wie sein Verlag sich programmatisch ausgerichtet hat, darüber und davon wird er an diesem Nachmittag erzählen.
Welche (Be-)Achtung er dabei erfahren hat, zeigt die Begründung zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an ihn 2011: "Christoph Links erhält den Orden für sein großes und ausdauerndes Engagement um politische und historische Aufklärung. Sein Verlagsprogramm leistet einen wichtigen Beitrag zur fundierten, hintergründigen und detailreichen Aufarbeitung der politischen Wende und der Verhältnissen in der DDR. Über dieses Thema hinaus veröffentlicht der Verlag bewusst immer wieder Autorinnen und Autoren, die wichtige gesellschaftliche Prozesse -auch gegen den ꞌMainstreamꞌ-kritisch begleiten und hinterfragen.“

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